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Trainee bei MADSACK: Natascha Carnol im Interview

Natascha Carnol

Interview mit Natascha Carnol, seit Januar 2016 Trainee im Bereich Medienmanagement bei der MADSACK Mediengruppe.

 

Wie war Dein Werdegang vor dem Trainee-Programm bei MADSACK?

Ein Masterstudium ist die Voraussetzung, um bei MADSACK das Traineeprogramm durchlaufen zu können. Ich habe sowohl den Bachelor- als auch den Masterabschluss in Medienmanagement am Institut für Journalistik und Kommunikationsforschung in Hannover gemacht – mit einem Abstecher ins Ausland währenddessen. Ich hatte permanent mit Medien und Statistik zu tun: Der Fokus lag in meinem Studiengang auf empirischer Medienforschung und insbesondere im Master zusätzlich auf der Konzeption und Durchführung von Projekten. Neben ein paar Praktika habe ich seit dem zweiten Studienjahr in einer Strategieberatung gearbeitet und praktische Erfahrungen über die Medienbranche hinaus gesammelt.

Vielseitig aufgestellt zu sein, sich immer wieder neu in etwas hineinzudenken und neue Baustellen systematisch anzugehen – diese Abwechslung war das, was ich während des Studiums und auch in meinem Nebenjob so spannend und herausfordernd fand. Das war mir auch für meinen Berufseinstieg sehr wichtig: Ich wollte mich noch nicht auf einen Bereich festlegen müssen und mich dennoch gezielt weiterbilden können. Deshalb habe ich mich auf die Suche nach einem generalistischen Trainee-Programm gemacht und bin nach persönlichen Empfehlungen auf MADSACK gekommen.

 

Wie ist der Ablauf des Trainee-Programms?

Was für mich den Ausschlag gegeben hat, zu MADSACK zu kommen, ist der wirklich individuelle Ablauf des Traineeprogramms. In Abstimmung mit unserer Mentorin und Leiterin der Personalentwicklung Kathrin Petersen hat jeder Trainee die Chance, während der zwei Jahre, die das Trainee-Programm dauert, seinen eigenen Weg zu gehen. Es gibt keinen vorgefertigten Plan, sondern es wird nach Interessen, verfügbaren Projekten und natürlich auch Bedarf in den Abteilungen oder Gesellschaften in regelmäßigen Abständen weitergeplant. Die Einsätze sind dabei in der Regel drei bis vier Monate lang. Mir war es wichtig, auch Bereiche der Mediengruppe kennenzulernen, mit denen ich zuvor noch wenige Berührungspunkte hatte: So war ich vier Monate in der Logistik eingesetzt, obwohl mein Schwerpunkt bisher eher im Marketing lag. Man hat die Chance, in viele Bereiche hinein zu schnuppern und herauszufinden, was einem liegt und was man sich für den Einstieg nach dem Trainee-Programm vorstellen kann.

 

In welchen Stationen warst Du bisher eingesetzt und was waren Deine Aufgaben?

Ich bin seit Anfang 2016 bei MADSACK und war schon eingesetzt im Business-to-Business-Marketing, in der Unternehmenskommunikation, in der Logistik, zwei Monate bei den Lübecker Nachrichten und jetzt im Bereich „Digitale Projekte“ im RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) – unserer überregionalen Gemeinschaftsredaktion. In jeder Station habe ich eigene Projekte betreut. Bei der MADSACK Market Solutions habe ich zu einer digitalen Eigenentwicklung das Preismodell und das Erscheinungsbild der Marke erarbeitet. Ein wirklich tolles Projekt mit einer Menge Verantwortung, die mir gleich zu Beginn übergeben wurde. In der Unternehmenskommunikation habe ich mich mit dem Thema Employer Branding beschäftigt. Die nächste Station – Logistik – war einer der Bereiche, zu denen ich vorher wenige Berührungspunkte hatte. Hier habe ich Prozesse in der Anzeigenblattzustellung optimiert. Außerdem durfte ich mich an einem anderen Standort, im Vertriebsmarketing bei den Lübecker Nachrichten, mit der Frage auseinandersetzen, wie man neue Zielgruppen mit unseren Angeboten ansprechen kann. Beim RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) bin ich nun mit der Vermarktung und Weiterentwicklung von digitalen Inhalten betraut. Wie gesagt – es ist wirklich vielfältig!

 

Wie gestaltet sich die Betreuung eines Trainees bei MADSACK?

Die persönliche Betreuung zeichnet unser Programm meiner Meinung nach aus – das habe ich schon beim Assessment Center gemerkt und es war einer der Gründe, warum ich mich für MADSACK entschieden habe. Wir werden eng von Seiten der Personalentwicklung betreut. Die Leiterin Kathrin Petersen ist unsere Mentorin, hilft bei der Planung der Stationen, spricht mit den entsprechenden Leuten, um alles möglich zu machen und gibt hilfreiche Tipps zu jeglichen Fragen oder Problemen, die auftreten. Man kann einfach auf einen Kaffee vorbeikommen und sich Sorgen von der Seele reden. Sie versucht gemeinsam mit dir eine Lösung zu finden. Zweimal im Jahr spricht man zudem mit dem Konzernpersonalchef Adrian Schimpf.

 

Wie ist der Austausch mit anderen Trainees?

Es klingt vielleicht kitschig, aber wir sind ein richtiges Team! Wir haben als Trainees die Freiheit, frische Ideen voranzutreiben und unterstützen uns abteilungsübergreifend oft gegenseitig und halten uns auf dem Laufenden. Als neuer Trainee bekommt man direkt am ersten Tag einen Paten zur Seite gestellt. Da geht es dann erst einmal um so banale Dinge wie: Wie richte ich meine Computer-Zugänge ein? Wo finde ich diese und jene Abteilung und wo ist die Poststelle? Wichtiger ist aber, dass dir sowohl dein Pate als auch die anderen Trainees bei allen fachlichen und persönlichen Fragen helfend und beratend zur Seite stehen. Ich hatte eine wirklich tolle Patin und versuche das natürlich auch jetzt an mein „Patenkind“ weiterzugeben. Es ist ein vertrauensvolles Netzwerk, aus dem sich bei mir auch echte Freundschaften entwickelt haben.

 

Inwieweit konntest Du Dich bisher im Traineeprogramm neben dem Fachlichen auch persönlich weiterentwickeln?

Ich glaube, ich bin etwas geduldiger geworden. Nicht jedes Projekt lässt sich von heute auf morgen umsetzen. Außerdem kann ich besser damit umgehen, fachlich anderer Meinung zu sein. Das ist manchmal einfach so und auch okay, es gibt oft verschiedene Wege zu einem Ziel. Solange man trotzdem weiterhin professionell an einem Strang zieht, bin ich da entspannt. Bei der eigenen Entwicklung haben auch die Weiterbildungsmöglichkeiten geholfen. Als Trainee stehen einem viele Seminare und Veranstaltungen offen, von denen man sich jedes Jahr individuell einige zusammenstellen kann. Neben den fachlichen Schulungen wie „Erstellung von Businessplänen“ oder „Online Marketing“ gibt es auch Rhetorik-Trainings oder Coachings zum Zeitmanagement. 

 

Was sollte ein Trainee Deiner Meinung nach mitbringen?

Wofür ich in jeder Station gelobt wurde, waren meine Motivation und meine Neugierde. Es ist wichtig, sich schnell und selbstständig in Neues einarbeiten zu können und nicht bei neuen Hürden oder sich ändernden Aufgaben zu kapitulieren – im Schnitt stehen Veränderungen ja alle zwei bis vier Monate an. Ich habe das immer als Chance gesehen, in kurzer Zeit etwas weiterentwickeln oder verbessern zu können und dabei noch viel zu lernen. Man muss nicht unbedingt BWL studiert haben, aber unternehmerisches Denken und ein grundlegendes technisches Verständnis sollte man schon mitbringen. Wer sich dann noch zusätzlich für die Medienbranche interessiert oder sogar etwas besser auskennt: perfekt!  

 

Warum sollte man sich für das Traineeprogramm bei MADSACK entscheiden?

Ich denke, dass viele, die auf der Suche nach einem Traineeprogramm im Medienbereich sind, MADSACK nicht auf dem Zettel haben. Klar, wir sind nicht das angesagte Berliner Start-up und haben auch keinen Kicker-Tisch in der Kantine – wobei es den bei einigen unserer Töchter im Digitalgeschäft sogar gibt – aber dafür bietet sich hier die Gelegenheit, eine Mediengruppe wirklich von vorne bis hinten kennenzulernen. Das ist auch für alle die super, die nach dem Studium noch gar nicht genau sagen können, in welchem Fachbereich sie gern arbeiten würden und sich daher gern erst mal ausprobieren möchten. So war es bei mir auch.

Und gerade, weil sich in der Zeitungsbranche so viel verändert und wegen den sich wandelnden Nutzungsgewohnheiten von Informationsangeboten auch einiges verändern muss, ist hier viel in Bewegung. Es ist klar: So wie bisher geht es nicht weiter! Das heißt, es gibt an jeder Ecke spannende Projekte und viele Möglichkeiten, eigene Ideen einzubringen, die sehr wertgeschätzt werden. Man arbeitet in Teams aus jungen Leuten und „alten Hasen“ – das funktioniert richtig gut. Ich erlebe hier bei MADSACK momentan, dass die Mediengruppe eben nicht dem „angestaubten“ Image der Verlagsbranche entspricht, sondern viel mehr Mut aufbringt, um neue Wege zu gehen. Die Abwechslung und der Spielraum in der Gestaltung meines Jobs sind wirklich herausfordernd und das macht Spaß! So einen Job habe ich zum Berufseinstieg gesucht. Wem es genauso geht, der ist hier goldrichtig.