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Oberhessische Presse gewinnt Deutschen Lokaljournalistenpreis

Mit der Fotoserie „Ich und Ich“ gewinnt das OP-Redaktionsteam renommierten Deutschen Lokaljournalistenpreis in der Kategorie „Foto“.

Der Bischof in kurzer 
Hose, die Hobbygärtnerin im Chemie-Schutzanzug – Kontraste wie diese faszinieren nicht nur die Redakteure der OP, sondern auch die Jury des Deutschen Lokaljournalistenpreises. „Kleider machen Leute, machen eine andere Figur, einen anderen Blick: Mindestens zweimal Ich steckt in jedem Menschen“, schreibt Dieter Golombek, der Sprecher der Jury des Deutschen Lokaljournalistenpreises, über die Serie „Ich und Ich“.

OP-Redaktion

OP-Redaktion mit Fotoserie "Ich und Ich"

Er und seine Jury-Kollegen haben das crossmediale Projekt der Oberhessischen Presse in der Kategorie Foto ausgezeichnet. Die Porträts und Interviews erschienen nicht nur in der Zeitung, sondern wurden auch online fortgesetzt. Wer die Projektwebsite www.op-marburg.de/ichundich aufruft oder den QR-Code scannt, der mit jedem Serienteil in der Zeitung erscheint, kann sich anhören, wie die OP-Redakteure den Bischof, Bank-Direktor oder Bauhof-Mitarbeiter mit den Fotos von sich konfrontieren.

„Mir gefällt an ‚Ich und Ich‘ so gut, dass auch Menschen mal ganz groß in der Zeitung erscheinen, die sonst nicht täglich in der Öffentlichkeit stehen“, findet Nadine Weigel, die als OP-Fotografin maßgeblich an dem Projekt beteiligt ist. Zum Beispiel der Bauhof-Mitarbeiter Markus Cordes, der in seiner Freizeit glühender Dolphins-Fan ist und selbst die Behinderten-Basketballmannschaft im Verein gegründet hat. Andererseits werden auch prominente Persönlichkeiten wie den aus Mardorf stammenden Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick, gezeigt. Dann allerdings von einer Seite, die die meisten Leser noch nicht von ihnen kennen. „Die OP ist die Zeitung der Menschen im Landkreis Marburg-Biedenkopf“, so Chefredakteur Christoph Linne. „Deshalb sind sie es, die wir in der Serie zeigen. Nicht im sterilen Studio, sondern dort, wo sie leben und arbeiten.“

Der Deutsche Lokaljournalistenpreis, der seit 1980 von der Konrad-Adenauer-Stiftung verliehen wird, gilt als der „Oscar der Zeitungsbranche“. Die Jury hat sich unter den insgesamt 568 Einsendungen des Preisjahrgangs 2013 für einen ersten Preisträger, zwei Zweitplatzierte und elf Kategorienpreise entschieden (weitere Infos).