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MADSACK-Titel erhalten Deutschen Lokaljournalistenpreis

Die Leipziger Volkszeitung und die Neue Presse sind mit dem Deutschen Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung ausgezeichnet worden.

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Die Leipziger Volkszeitung hat zusammen mit der Sächsischen Zeitung (Dresden) und der Freien Presse (Chemnitz) beim Lokaljournalistenpreis der Konrad-Adenauer-Stiftung den ersten Preis für das Projekt „Ambulant operieren. So zufrieden sind Patienten in Sachsen“ erhalten. Die drei Regionalzeitungen haben die bislang größte Fragebogen-Umfrage zur Patientenzufriedenheit bei ambulanten Operationen gestartet. Dazu haben sie alle wichtigen Akteure aus dem Gesundheitswesen einbezogen und Wissenschaftler der TU Dresden mit der Auswertung beauftragt. In einer fünfwöchigen Serie haben sie Qualitätsbewertungen von Ärzten und Krankenhäusern in Sachsen präsentiert, eingeordnet und um Service-Themen ergänzt. Alle drei Zeitungen verzichteten bewusst auf Anzeigen, um Unabhängigkeit und Glaubwürdigkeit zu gewährleisten.  

„Die gemeinsam organisierte Medizinserie fand viel positive Resonanz im Lesermarkt und hat offenbar auch die Jury überzeugt“, sagt Jan Emendörfer, Chefredakteur der Leipziger Volkszeitung. „Das bestärkt uns darin, auch in Zukunft in datenjournalistische Projekte zu investieren.“ Der Vorsitzende der Konrad-Adenauer-Stiftung und Präsident des Europäischen Parlaments a.D., Dr. Hans-Gert Pöttering, erklärt dazu: „Die partnerschaftliche Zusammenarbeit der drei Redaktionen ist beeindruckend. Das Ergebnis ist Qualitätsjournalismus, der sich am Leser orientiert. Nicht theoretisch, sondern ganz konkret und serviceorientiert.“

Die Neue Presse gewinnt in der Kategorie „Integration“ für die redaktionelle Serie „Geflüchtet. Geblieben. Geschafft.“ Diese lenkt den Blick auf die erfolgreiche Integration von Menschen, die ihre Heimat unfreiwillig verlassen mussten. Die Portrait-Bilder zur Serie stammen allesamt von Nader Ismail, einem Journalisten und Fotografen aus Syrien, dem 2013 die Flucht nach Europa gelang. „Mit der Serie wollten wir zu einem toleranteren und offeneren Klima gegenüber Flüchtlingen beitragen und zeigen, dass jeder Flüchtling auch eine Chance für unsere Gesellschaft darstellt“, so Bodo Krüger, Chefredakteur der Neuen Presse. Die 19 Porträts machten vor allem auch den Deutschen Mut, die sich engagieren, so die Jury.

„Beide Geschichten sind nicht nur gute Beispiele für die wichtige Funktion von Tageszeitungen in unserer Gesellschaft. Sie machen auch deutlich, welch hervorragende Arbeit unsere Redaktionen in den Regionen leisten“, sagt Thomas Düffert, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung der MADSACK Mediengruppe. „Die Ehrung unserer Titel durch die Konrad-Adenauer-Stiftung ist eine Wertschätzung, über die wir uns außerordentlich freuen.“

Im Preisjahrgang 2015 wurden insgesamt 531 Arbeiten eingereicht. Die Preise sind am 30. Oktober in Chemnitz verliehen worden. Weitere Informationen finden Sie auf der Website der Konrad-Adenauer-Stiftung.