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30 Jahre „Geiseldrama von Gladbeck“: RND präsentiert digitale Dokumentation mit exklusiven Interviews

Das RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND) der MADSACK Mediengruppe präsentiert zum 30. Jahrestag eine besondere Berichterstattung rund um das „Geiseldrama von Gladbeck“. Das RND hat dazu in mehrmonatiger Recherche die bislang größte digitale Dokumentation zu den Ereignissen rund um den Banküberfall mit anschließender Geiselnahme und 54-stündiger Flucht zusammengetragen: Akten, Gutachten und Fotos – 20.000 Dokumente wurden ausgewertet, vieles davon bislang unveröffentlicht und exklusiv.

RND

Entstanden ist eine digitale Reportage, die ab dem 16. August 2018 in sechs Teilen unter gladbeck.rnd.de und auf den Websites der Partner des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) zu den Ereignissen vor 30 Jahren abläuft und einen neuen Blick auf die Geschehnisse ermöglicht. Erzählt wird das Geiseldrama in Echtzeit – die sechs Kapitel werden jeweils auf die Minute genau 30 Jahre nach dem Geschehen digital gestartet, beginnend am 16. August um 7:15 Uhr.

Das Verbrechen, das Deutschland in Atem hielt, begann als Banküberfall im nordrhein-westfälischen Gladbeck. In dessen Verlauf nahmen die Täter zahlreiche Geiseln, brachten einen voll besetzten Bus in ihre Gewalt und flohen 54 Stunden lang quer durch Deutschland und die Niederlande –  live übertragen im Radio und im Fernsehen. Am Ende starben drei Menschen, die Angehörigen der Toten und die überlebenden Geiseln sind bis heute traumatisiert. Heute gilt das Geiseldrama von Gladbeck als ein Versagen von Polizei, Politik und Medien auf vielen Ebenen.

Die Recherchen des RedaktionsNetzwerks Deutschland (RND) ermöglichen 30 Jahre danach einen tiefen Einblick in die Geschehnisse und lassen Täter, Opfer und Zeugen umfangreich zu Wort kommen. Der Geiselnehmer Hans-Jürgen Rösner spricht in einem exklusiven Interview aus dem Gefängnis, in dem er immer noch einsitzt, über Schuld und Sühne. Geisel Ines Voitle erinnert sich an die Tage der Geiselnahme und rechnet mit dem Versagen von Medien und Politik ab. Udo Röbel, damals als Vize-Chefredakteur des Kölner Express mit im Fluchtwagen der Geiselnehmer, redet über den Tag, der ihn vom Journalisten zum Akteur werden ließ.

Über allem steht die Frage nach den Lehren aus Gladbeck: Welche Konsequenzen haben Polizei und Medien gezogen? Was hat sich seitdem verändert? Was bedeutet Medienethik in Zeiten von Social Media? Könnte es ein neues Gladbeck geben?

„Das RND präsentiert eine atemberaubende Präsentation eines Verbrechens, das Deutschland verändert hat. Entstanden ist aber auch ein einzigartiges digitales Nachschlagewerk“, sagt der stellvertretende Chefredakteur des RND, Gordon Repinski. „In Zeiten von Social Media sind die Ethikdebatten, die aus Gladbeck folgten, aktuell wie nie zuvor.“
gladbeck.rnd.de: Start der digitalen Reportage am 16.08.2018, 7.15 Uhr
Der Link zum Video: https://youtu.be/W2_I_Tf-PPI

Pressekontakt:
Markus Hauke
Leitung Unternehmenskommunikation MADSACK Mediengruppe
T: 0511 518-2630
M: hauke.markus@madsack.de