Umweltprogramme
Als erster Zeitungsverlag in Deutschland haben wir im Jahr 1995 eine Öko-Bilanz erstellt, diese in unserem Umweltbericht veröffentlicht und damit freiwillig unsere Umweltaktivitäten offengelegt. Außerdem untersuchen wir fortlaufend die regionalen, nationalen und globalen Umweltauswirkungen der Herstellungskette der Zeitungsproduktion. Zwei Programme für den Umweltschutz liegen uns besonders am Herzen:
- Ökoprofit: Hierbei handelt es sich um ein freiwilliges Kooperationsprojekt zwischen den Kommunen (Landeshauptstadt und Region Hannover) und Betrieben, das sich weltweit um nachhaltiges Wirtschaften bemüht.
- Klimaschutzprogramm: Wir wollen bis zum Jahr 2020 den Co2-Ausstoß um 40 Prozent verringern. Dazu haben wir uns in einem eigenen Klimaschutzprogramm verpflichtet.
Zeitungsherstellung
Die Redaktion
Bevor die Zeitung in den Druck gehen kann, muss zunächst der Inhalt entstehen. Unsere Redakteure arbeiten in komplett digitalen Produktionsstrukturen. So ermöglichen zum Beispiel Digitalkameras die Herstellung von Bildern, ohne dass Fotochemikalien zum Einsatz kommen. Computer und andere technische Geräte werden über unseren Wertstoffhof fachgerecht gesammelt und entsorgt, um anschließend wiederverwertet zu werden.
Druckplattenbelichtung
Ist eine Zeitungsseite mit Texten und Bildern fertig gestaltet, genügt ein Klick – und schon legen die Maschinen im Druckzentrum Kirchrode los. Mittels des modernen Computer-to-Plate-Verfahren (CTP) überträgt ein Laserstrahl die Buchstaben und Bildinformationen direkt auf eine lichtempfindlich beschichtete Druckplatte. Auf den Einsatz von Entwickler und Fixierer kann durch das zeitgemäße Vorgehen gegenüber dem früheren Filmbelichtungsverfahren komplett verzichtet werden. Die Druckplatten bestehen aus Aluminium und können wiederverwertet werden. Außerdem kontrollieren die Mitarbeiter ständig den Verbrauch von Wasser und Chemikalien, die für die Druckplattenbeschichtung unerlässlich sind.
Papier
Papier zählt zu den wichtigsten Rohstoffen. Madsack bezieht das Zeitungspapier nur von solchen Lieferanten, die die gesetzlichen Umweltbestimmungen einhalten. Die Herkunftsländer des Holzes sind Deutschland, Schweden und Russland, wobei wir aus Umweltgesichtspunkten hauptsächlich auf einheimische Papierhersteller zurückgreifen. Zeitungspapier wird nicht gebleicht und enthält zudem einen hohen Anteil – bis zu 100 Prozent – an Recyclingfasern. Fehldrucke, die sogenannte Makulatur, werden gesammelt und der Wiederverwertung zugeführt. Der Anteil der Makulatur konnte durch den Einsatz modernster Rotationsmaschinen in den vergangenen zehn Jahren erheblich reduziert werden.
Farben
Farben sind unerlässlich für das Erscheinungsbild einer modernen Zeitung. Bei Madsack kommen ausschließlich solche Farben zum Einsatz, die über Ruß in der Schwarzfarbe oder organische Farbpigmente in den Buntfarben verfügen. Das Bindemittel ist ein Gemisch aus Harzen und verschiedenen Ölen. Die Farben sind frei von Lösungsmitteln und gefährlichen Schwermetallen und enthalten keine giftigen Stoffe. Bei der Wiederverwertung des Papiers lassen sich die Farben gut entfernen.
Wasser
Wasser wird in der Zeitungsproduktion an vielen Stellen benötigt. Es wird zum Beispiel in den Kälteanlagen zum Kühlen der Computer und der Rotationsmaschinen eingesetzt. Durch den Einsatz modernster Anlagen konnte der Wasserverbrauch in diesem Bereich in sechs Jahren um etwa 40 Prozent reduziert werden.
Chemikalien
Chemikalien sind für die Zeitungsproduktion unerlässlich. Gerade im Bereich der Reinigung von Maschinen und Anlagen kann auf ihren Einsatz nicht verzichtet werden. Um die Luftbelastung möglichst gering zu halten werden bei Madsack nur aromatenfreie Waschmittel eingesetzt, die schwer verdunsten. Unsere beste Maßnahme: Früher wurden mit Farbe und Öl verschmutzte Metallteile aus Rotation und Werkstatt mit lösemittelhaltigen Reinigern gesäubert. Die Reste mussten als Sonderabfall entsorgt werden. Heute besteht der Reiniger aus Wasser und Bakterien, die Öl und Fett zersetzen. Die Bakterien regenerieren sich wieder.
Strom und Erdgas
sind die Energielieferanten bei der Zeitungsherstellung. In Verwaltung, Redaktion und Produktion sorgen sie für Licht, Wärme und Kühlung sowie für die Funktion von Geräten und Maschinen. Erhebliche Investitionen in modernste Anlagen, zum Beispiel in den Bereichen Klimatisierung, Transformator- oder Drucklufttechnik, helfen, Energie einzusparen und gleichzeitig umweltgefährdende Betriebsstoffe zu verbannen. So konnte der Energieverbrauch trotz steigenden Produktionsvolumens in den vergangenen Jahren kontinuierlich gesenkt werden.







