Anzeiger Hochhaus –
vom Traditionsstandort zum modernen Medienzentrum
Ganz am Anfang, 1926, residierte im „westlichen Viertel“, wie das heutige Medienzentrum früher hieß, nur ein Medium. Der „Anzeiger“, die Zeitung, die dem Hochhaus ihren Namen gab, berichtete aus dem markanten Backsteinbau an der Goseriede. Hier wurde dank der mutigen Entscheidung von Verleger August Madsack für den Architekten Fritz Höger der Grundstein für das heutige Medienzentrum gelegt.
Die Wurzeln des Medienzentrums in seiner heutigen Form reichen bis 1984 zurück, als per Staatsvertrag privater Rundfunk zugelassen wurde. Die Verlagsgesellschaft Madsack erkannte die Zeichen der Zeit, gründete TVN und beteiligte sich an Radio ffn. Für die neuen Aktivitäten waren Räume nötig, die im und ums Anzeiger Hochhaus gefunden wurden. Das Anzeiger Hochhaus wurde dadurch wiederbelebt und liebevoll restauriert als Symbol der Verlagsgesellschaft. Später zogen unter anderem SAT.1 und RTL ein, und bis heute sind im Medienzentrum mehrere Hundert zukunftssichere Arbeitsplätze entstanden. Das Goseriedebad wurde hinzugekauft und in Teilen als Sponsoring günstig an die Kestnergesellschaft vermietet – nur ein Teil des umfangreichen sozialen und kulturellen Engagements von Madsack für die Region Hannover.
Seit November 2007 hat Hannover ein weiteres Wahrzeichen, denn die Verlagsgesellschaft Madsack hat ihr neues Mendini-Gebäude im Medienzentrum eingeweiht. Der markante meergrüne Glaspalast an der Langen Laube stammt von den beiden Mailänder Stardesignern Alessandro und Francesco Mendini und steht für die Vorwärtsbewegung eines ganzen Viertels. Das Steintor, früher eher eine der Rückseiten Hannovers, wandelt sich immer stärker zu einem bedeutenden Medienviertel – mit dem von Madsack initiierten Medienzentrum als Herzstück.
Glücklich war die Wahl der beiden Mailänder, die mit ihren Entwürfen das internationale Design mitgeprägt haben. Von ihnen stammt nicht nur der BUSSTOP am Steintor, der schon seit 1994 den Weg zum Anzeiger Hochhaus weist, sie haben für Alessi, Swatch, Philips, Cartier und andere große Marken gearbeitet und in Hannovers Partnerstadt Hiroschima den „Paradise Tower“ hingestellt. Einer der beiden Brüder, Alessandro, war selbst Journalist, Chefredakteur bedeutender Magazine wie „Casabella“ oder „Domus“. Und deshalb war seine Absicht, den Entwurf den Bedürfnissen der Journalisten anzupassen, „Arbeitsplätze voller frischer, positiver, verschiedenfarbiger Energie zu schaffen“. Mit der Realisierung des Gebäudes ist er „einfach nur glücklich“.





