Datenjournalismus-Projekt der MAZ: Potsdam ganz nah

21. September 2020

Preußenschlösser und Plattenbauten, Wissenschaft und Welterbe, Kanalsprint und Kiezkultur: Die Märkische Allgemeine Zeitung (MAZ) beleuchtet in ihrer Serie “Potsdam ganz nah” den Wandel und die Bewohner der 34 Stadtteile Potsdams. Die persönlichen Geschichten der Menschen kombiniert mit interaktiven Grafiken und Zeitreisen per Augmented-Reality laden die Leser zum Entdecken der Stadtteile mit all deren Veränderungen in den letzten 30 Jahren ein. 

Interaktive Grafiken  

Wer hat in welchem Stadtteil wann wie gewählt? In welchem Gebiet wohnen die meisten Rentner? Woher sind die Menschen gekommen, die ein neues Leben an der Havel begonnen haben? Und wohin sind sie gegangen? Das Herzstück der Serie bilden interaktive Karten, konstruiert aus Daten der letzten drei Jahrzehnte. Durch die aufwendige Visualisierung der aufbereiteten Daten gelingt es der MAZ mit dem hyperlokalen Projekt neue Zielgruppen zu erschließen. Die Leser lernen Potsdam und die Entwicklung der letzten Jahre in ihrer ganzen Vielfalt kennen. Die interaktiven Grafiken liefern den Lesern individuelle Informationenegal ob zur Entwicklung der Bevölkerungsstruktur, der Mietpreise oder dem Wahlverhalten der vergangenen drei Jahrzehnte. Die nachfolgende Grafik veranschaulicht beispielsweise anhand von fliegenden Punkten, wie organisch Brandenburgs Landeshauptstadt gewachsen ist. Ein Punkt entspricht hierbei 500 Einwohnern.

Persönliche Geschichten 

Ergänzt werden die Grafiken durch die persönlichen Geschichten der Bewohner. Mitmenschen und Nachbarn werden vorgestellt und lassen an ihren Lebensgeschichten und Schicksalen teilhaben. In acht Kapiteln gibt es jeweils für eine Woche im Monat Einblicke in die unterschiedlichen Stadtteile der Landeshauptstadt.

Den Anfang machen die Vorstädte im Norden von Potsdam Exklusivität trifft hier auf Wasser und Grün. Doch in der Berliner Vorstadt, der Nauener Vorstadt und der Jägervorstadt, befinden sich kaum noch alte Potsdamer unter den Bewohnern. Ab dem 5. Oktober rückt dann im zweiten Teil der Serie der Südwesten der Landeshauptstadt in den Fokus.

Bodo Riek ist im Grenzgebiet der Glienicker Brücke aufgewachsen – heute ist er der einzige, der schon zu DDR-Zeiten hier gelebt hat. Foto: Dirk Pagels

Eine hochklassige Recherche

Gefördert wird das Projekt durch das Kartographen Mercator Stipendien-Programm für Journalisten – eine Initiative des gemeinnützigen Vereins Fleiß und Mut e.V., welcher jährlich seit 2016 Stipendien für hochklassige Recherchen vergibt. Die MAZ hatte sich mit einem umfassenden Konzept für die Förderrunde 2019 beworben und die Förderung als eines von insgesamt zehn Projekten erhalten.

Alle Kapitel der großen Potsdam-Serie finden Sie hier. 

Mehr Hintergründe zur journalistischen Arbeit der regionalen Zeitungsmarken der MADSACK Mediengruppe gibt’s in Kategorie „Journalismus“. 

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