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MADSACK Mediengruppe: Keine Neuinvestition in Drucktechnik am Standort Hannover

Nach sorgfältiger Prüfung aller Optionen werden die Druckaufträge für die Hannoversche Allgemeine Zeitung und die Neue Presse ab 2017 an Oppermann Druck in Rodenberg vergeben.

Pressehaus August-Madsack-Straße

Die Geschäftsführung der MADSACK Mediengruppe hat am 29. Juni 2015 die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darüber informiert, dass nach sorgfältiger Prüfung aller Optionen die Druckaufträge für die Hannoversche Allgemeine Zeitung und die Neue Presse ab 2017 an die im Druckgeschäft  erfahrene Oppermann Druck und Verlags GmbH & Co. KG in Rodenberg vergeben werden sollen. Oppermann wird in diesem Zuge eine Investition in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrags in Druckmaschinen, Weiterverarbeitungslinien und Gebäude tätigen. Eine Neuinvestition in Drucktechnik am bestehenden Standort Hannover hat sich als wirtschaftlich nicht darstellbar gezeigt. Der Druckstandort Hannover soll 2017 geschlossen werden. Mit dem Wechsel der Druckerei soll auch ein Wechsel des Formats einhergehen. Die von der MADSACK Mediengruppe herausgegebenen Titel Hannoversche Allgemeine Zeitung und Neue Presse sollen 2017 vom heutigen Nordischen Format ins handlichere Rheinische Format wechseln.

Thomas Düffert, Vorsitzender der Konzerngeschäftsführung: „Wir freuen uns, ab 2017 mit Oppermann einen erfahrenen und kompetenten Druckpartner an unserer Seite zu haben. Die gefundene Lösung erhält uns unsere finanzielle Handlungsfreiheit für strategisch wichtige Investitionen der Zukunft. Die Entscheidung am bisherigen Druckstandort in Hannover nicht zu investieren, ist uns sehr schwer gefallen. Aufgrund der vorhandenen Infrastruktur aus den 70er-Jahren ist jedoch ein Invest wirtschaftlich nicht darstellbar. Der damit einhergehende Verlust von rund 170 Arbeitsplätzen bei MADSACK ist schmerzlich und traurig. Die betroffenen Kolleginnen und Kollegen haben in den vergangen Jahren und Jahrzehnten gewissenhaft ihre Arbeit erledigt und wir wissen, dass wir nun die besondere Verantwortung haben, den anstehenden Abbau so sozial wie möglich zu gestalten. Wir wollen daher zügig in die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretungen eintreten, um möglichst schnell für jeden Betroffenen Klarheit und Planbarkeit herzustellen“.

Der Druckmarkt ist seit Jahren hart umkämpft, rückläufige Auflagen führen zu Überkapazitäten und Preisverfall. Auch am Standort Hannover ist das Druckvolumen in den letzten zwei Jahrzehnten stark gesunken. Hauptsächlich aufgrund des Wegfalls von Fremdaufträgen reduzierte sich das Volumen von über einer Million Exemplare/Tag auf rund 340.000.

„Die Beauftragung der Druckerei Oppermann ist daher gegenüber dem Fortbetrieb der eigenen Druckerei in Hannover leider die wirtschaftlich zwingende Lösung. Die baulich veralteten und angesichts des gesunkenen Druckvolumens überdimensionierten Gebäude und Anlagen am bisherigen Standort in Hannover hätten im Fall des Fortbetriebs viel zu hohe Investitionen erfordert. Oppermann hingegen muss lediglich einen Anbau an die bereits bestehende Druckerei vornehmen und kann zudem – anders als es MADSACK beim Fortbetrieb gekonnt hätte – im operativen Druckbetrieb vielfältige Synergien mit der bereits bestehenden Druckerei in Rodenberg heben.“, erklärte Christoph Rüth, der unter anderem für den Bereich Druck zuständige Konzerngeschäftsführer der MADSACK Mediengruppe.

Die Geschäftsführung der MADSACK Mediengruppe will ab sofort Verhandlungen mit den Beschäftigten und den Arbeitnehmervertretungen aufnehmen, um gemeinsam möglichst konstruktive Lösungen für die betroffenen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer zu finden.