Wie wir 7 Millionen Leser über 2 Wahlen informiert haben

3. September 2019

Über die Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen haben drei Regionaltitel und das RedaktionNetzwerk Deutschland gemeinsam berichtet. Wir haben die Journalistinnen und Journalisten am Wahltag begleitet.

Bei zwei Landtagswahlen regional in die Tiefe gehen und gleichzeitig die bundespolitischen Auswirkungen analysieren – das geht nur im Team.

Während des Wahlkampfs haben die Märkische Allgemeine (MAZ), die Leipziger Volkszeitung (LVZ) und die Dresdner Neueste Nachrichten (DNN) intensiv aus Wahlkreisen berichtet und mit den Menschen vor Ort gesprochen.

Gleichzeitig hat das RedaktionNetzerk Deutschland (RND) aus Hannover und Berlin die überregionale Perspektive für mehr als 50 Zeitungstitel aufbereitet. Das RND, mit seinen täglich sieben Millionen Lesern, hat eine hohe Relevanz in der Bundespolitik und kommt schnell an Statements von Bundespolitikern – davon profitieren letztendlich alle Netzwerkpartner.

Wie verschiedene Redaktionsteams in mehreren Bundesländern zusammenarbeiten, um über zwei Landtagswahlen zu berichten, erklären wir hier.

Die Planungen

Bereits Wochen vor den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen planten die verschiedenen Redaktionen die Berichterstattung während des Wahlkampfs und für den Wahlabend. Dafür tauschen sich die regionalen Teams von MAZ, LVZ und DNN sowie das überregionale RND-Team in Hannover und Berlin regelmäßig über Ideen und Formate aus.

Der Wahlkampf

Intensiv begleiteten die regionalen Titel die Wochen vor der Wahl. Für die Märkische Allgemeine fuhren beispielsweise zwei MAZ-Wahlreporter durch Brandenburg. Auf Marktplätzen und via WhatsApp kamen die Journalisten mit den Menschen ins Gespräch, um die Themen zu finden, die die Menschen vor Ort bewegen.

Die DNN stellte in einer Sonderserie alle 16 Wahlkreisen in Dresden vor. In den Berichten wurden die Menschen, ihre Probleme und die geplanten Projekte in den Gebieten in und um die Landeshauptstadt Sachsens porträtiert.

Hinzu kamen Podiumsdiskussionen und Interviews mit den Spitzenkandidaten in beiden Bundesländern, um Positionen und Unterschiede für die Leser herauszuarbeiten.

Digital immer informiert

Um 8 Uhr öffnen die Wahllokale in Brandenburg und Sachsen. Die Redaktionen in Potsdam, Dresden und Leipzig starten ihre regionalen Live-Ticker. Durch regelmäßige Updates – unter anderem von den Reportern in den Wahllokalen – liefern sie ein breites Stimmungsbild des Wahltags in beiden Bundesländern.

Parallel startet auch das RND-Team. Die Redaktion produziert die überregionalen Inhalte zu beiden Landtagswahlen für die mehr als 50 Partnertitel. Zur Berichterstattung gehört der überregionale Live-Ticker, der aus Hannover und Berlin gefüttert wird. Der Ticker wird angereichert mit der lokalen Perspektive aus den Wahl-Blogs von MAZ und LVZ.

Hier zeigt sich der Netzwerk-Gedanke, der hinter dem RND steckt. Die Zeitungsmarken fokussieren sich auf ihre Region, während das RND in Berlin die Bundespolitik im Blick behält und von Hannover aus die Inhalte bündelt und aufbereitet.

Infografik: So arbeitet das journalistische Netzwerk am Wahlabend

Die ersten Prognosen

Als um 18 Uhr die Wahllokale schließen, sind die Redaktionen bereits mit den ersten Prognosen online. Grafiken werden aufbereitet, die mit jeder neuen Hochrechnung immer wieder angepasst werden. Die Reporter vor Ort fassen die Stimmung von den Gewinnern und Verlieren auf den Wahlpartys in Potsdam und Dresden zusammen.

Das RND holt in Berlin Statements aus den Parteizentralen ein. Von den Reaktionen und exklusiven Hintergrundinformationen profitieren alle RND-Partner – darunter ebenfalls die MAZ, LVZ und DNN. Koalitionsmöglichkeiten werden eingeordnet und analysiert, die sich abzeichnenden endgültigen Wahlergebnisse kommentiert.

Alle Informationen und Reaktionen aus beiden Bundesländern und Berlin fließen im RND-Newsroom zusammen. Das RND bereitet die Inhalte für die 50 Partnertitel umfassend auf – Digital, Print und Social. Bis Mitternacht werden Ticker und Artikel fortlaufend aktualisiert – eine Teamleistung, die mit solch einer Kraft ein einzelner Titel nicht leisten kann.

Der Tag nach den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen

Am Montag geht es um die Analyse des Wahltags. Die Sieger und Verlierer stehen fest. Die Parteien in Potsdam und Dresden müssen sich nun auf eine Regierungskoalition verständigen. Die Redaktionen in Brandenburg und Sachsen bleiben gemeinsam mit dem RND weiterhin nah dran.

Und, da in Brandenburg am Sonntag auch Bürgermeister gewählt wurden, erklärt die MAZ zusätzlich, was sich durch die Wahl in den Rathäusern ändert.

Mehr über die journalistische Arbeit bei der MADSACK Mediengruppe gibt’s auf www.madsack.blog.

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